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Durch Renaturierung kann um das niederösterreichische Absdorf in den kommenden Jahren ein einzigartiges Naturparadies entlang von zwei Wasserläufen entstehen. Das Herzensprojekt des Bürgermeisters Franz Dam soll nachhaltig neuen Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten schaffen, vom Schmetterling bis zur Schleiereule. Das macht die kleine Gemeinde mit ihren großen Visionen zum idealen Kandidaten für Österreichs größten Naturschutzpreis „Die Brennnessel“.

„Und das“, sagt Franz Dam, Bürgermeister der 2.100-Seelen-Gemeinde Absdorf in Niederösterreich, „ist das Geheimnis des Wagram.“ Wir stehen in einem zweihundert Jahre alten Weinkeller und leuchten mit Taschenlampen ins Dunkel. Nach Franz Dams Hinweis erkennen wir sie schließlich auch, die vielen Schichten aus denen die Wände bestehen. Sandstein, Löss und Lehm haben die Donauhochwasser hier über die Jahrtausende abgelagert. Dazwischen stecken große Findlinge, die mit angeschwemmt wurden. Der Wagram ist ein langgestreckter Höhenzug aus eiszeitlichem Löss und eigentlich, so erfahren wir an diesem spätsommerlichen Nachmittag, das Ufer der „Urdonau“. Die geografischen Besonderheiten dieser Region zu kennen ist wichtig, um Franz Dams mit großem Eifer geführtes Projekt wirklich verstehen zu können.

Die Brennnessel – Österreichs größter Naturschutzpreis – unterstützt Gemeinden bei der Umsetzung nachhaltiger Naturschutzprojekte mit einem Fördergeld von bis zu 100.000 Euro. Achtung: Die Einreichfrist läuft nur noch bis zum 31. Oktober 2018!

Gemeinde Absdorf: Vielseitiger Naturraum mit großem Potenzial

Südlich des Wagram liegt Absdorf, eine nur auf den ersten Blick unscheinbare Gemeinde. Ihre Geschichte reicht tausend Jahre zurück. Gegründet wurde sie einst von bayrischen Mönchen, um hier Wein anzubauen. Was den umliegenden Naturraum so besonders macht, ist seine Diversität und Kleinstrukturiertheit. Denn Absdorf ist umgeben von einem extrem trockenen Gebiet nördlich des Wagrams und dem feuchten Land südlich davon, das unterhalb der Geländekante Richtung Donauauen und Donau abfällt.

Genau um dieses Areal drehen sich auch Franz Dams, Bürgermeister der 2.100-Seelen-Gemeinde Absdorf in Niederösterreichzahlreiche Ideen und Visionen, die sich zu einem ganz konkreten Projekt verdichten: Der Renaturierung des Schmida-Mühlbachs. Was hier in den 50er Jahren reguliert und „verrohrt“ wurde, wie es der Bürgermeister nennt, dem soll demnächst wieder Platz und Raum gegeben werden. Das Flussbett der Schmida soll vielfältig strukturiert und erweitert werden, das Ufer wieder breiter und vor allem weniger steil. Denn die Regulierung hat das Gebiet zu einem recht feindlichen Raum für Tiere und Pflanzen gemacht. Für kleinere Tiere wie Hamster, Igel oder Ziesel ist das Wasser praktisch unerreichbar – oder wird sogar zur Todesfalle. Auf den brav gemähten Wiesen blüht kaum eine Wildblume, die Schmetterlingen oder Bienen Nahrung bieten könnte. Das möchte Franz Dam ändern. „Irgendwann will ich am Ufer wieder die Blumen sehen, die in meiner Kindheit hier gewachsen sind. Margeriten und Frauenhaar zum Beispiel.“

„Der Seeadler soll der einzige sein, der eine Fischereigenehmigung hat.“ – So stellt sich Bürgermeister Franz Dam die Zukunft des Schmida-Mühlbachs vor.

Was demnächst entlang des Schmida-Mühlbachs alles zu sehen sein könnte, wenn man nur gut genug hinsieht?
•Schleiereule
•Steinkauz
•Wiedehopf
•Bienenfresser
•Seeadler
•Ziesel
•Fledermausarten (zB.: Mopsfledermaus, Bartfledermaus, Brandtfledermaus uvm.)
•Biber
•Fischotter
•Eidechse
•Blindschleiche, Ringelnatter
•Wasservögel
•Schmetterlinge
•verschiedenste Blumenarten wie das Frauenhaar

Alfred Grand, Biobauer und passionierter Naturfotograf, hat Blühendes Österreich diese atemberaubenden Naturaufnahmen zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich!

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