Alpenverein Leogang | Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach b. Lofer | Salzburg

 

Projektbeschreibung

Artenreiche Bergmähwiesen zählen heute zu den gefährdeten Biotoptypen und ihre Erhaltung ist vor allem auch in Salzburg und im Naturpark Weißbach von europäischer Bedeutung. Die Bergmähwiesen sind mit bis zu 66 vorkommenden Pflanzenarten besonders artenreich. Rund 2ha ehemals einmal im Jahr gemähter, wertvoller Flächen drohen mit Jungbäumen zuzuwachsen, da die Bereiche schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr gemäht werden. Ab dem Sommer 2018 ist für zunächst 10 Jahre geplant, dass im Rahmen einer jährlichen Projektwoche für Jugendliche der Alpenverein, der Naturpark und der Forstbetrieb gemeinsam die Mahd der Flächen auf südseitiger Exposition mit Hand-Sensen übernehmen. Damit erhalten die Jugendlichen den Artenreichtum an Tieren und Pflanzen und erfahren die körperlich schwere Arbeit der Handmahd.

Was uns besonders gefallen hat

Naturschutzfachlich zielführendes Projekt, Naturpark und Grundbesitzer sind involviert und aktiv beteiligt. Gute Kombination von praktischer Erhaltungsarbeit durch Jugendliche bei gleichzeitiger Vermittlung von Ökologie und der Notwendigkeit, sich um die gefährdeten Bergmähwiesen zu kümmern. Dahingehend und aufgrund der mehrjährigen Ausrichtung ist das Projekt sicher nachhaltig wirksam. Allerdings ist die Mahd von Steilmähdern durch den Alpenverein langfristig keine Lösung für das Grundproblem, dass es sich für Bauern nicht mehr lohnt, solche Flächen zu bewirtschaften. Aber vielleicht finden sich irgendwann wieder Bauern für die Bewirtschaftung, dann hat die Mahd durch den Alpenverein die Flächen erhalten und doppelt Sinn gemacht.

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