Kindergarten Stadt Kufstein: Aus der Erde in den Mund

© Kindergarten Stadt Kufstein

 

 

Projektbeschreibung

Jeder Mensch braucht Boden unter den Füßen – eine Hand voll Erde um ein Pflänzchen wachsen zu lassen und einen Baum an den er sich lehnen kann.

In folgenden Schritte gelangen wir zum Lösungsansatz: WIR TREFFEN UNS – ein großes Ziel von uns ist der Lilienhof in der Schwoich mit unserer selbst erbauten Lilienhofalm wo die Kinder den Rhythmus der Jahreszeiten, in der Natur, mit den Tieren , dem Wald und dem Gemüsegarten, mit all ihren Sinnen spüren und erleben können.

FREUNDLICHE HÄNDE – trotz unserer Verschiedenheit sind wir als Gruppe einzigartig – wir reichen uns freundlich die Hände und werden feststellen, dass jede Hand egal wie viel sie halten kann gleich wichtig ist um zum Ziel zu kommen.

NATUR GEMEINSAM ERLEBEN – Gartenbasiertes Erleben und Lernen ist wichtig, da diese Erfahrungen (Pflanzen als Lebewesen kennen zu lernen, selbstwirksam und selbsttätig zu sein, sich seiner Umwelt und Verantwortung bewusst zu sein…..) mit allen Sinnen erlebt werden.

Denn was uns am Stärksten in Erinnerung bleibt sind Gerüche, Geräusche, verschiedene Geschmäcker und Gefühltes.

HINSEHEN SORTIEREN AUSSUCHEN – es ist uns wichtig im Sinn der Nachhaltigkeit den Kindern zu vermitteln, das alles käuflich erwerbbar ist, aber im Gedanken des Umweltschutzes die Eigeninitiative neben der Freude des selber Tuns an erster Stelle steht.

SÄEN PFLANZEN PFLEGEN – bis eine Pflanze für die Kinder sichtbar wird, müssen sie lernen zu warten und Geduld zu haben. Es gibt dabei keine Wände und Türen, die Kinder können ihren Bewegungsdrang ungehindert ausleben. So wird die Zeit wie im Fluge vergehen und unsere ersten Panzen werden sichtbar sein.

BEOBACHTEN- bei jedem Besuch am Lilienhof wird unser Beet sich verändert haben. Die Zeit des Wartens wird mit Bildmaterial , mit der Lupe, dem Fotoapparat und der Anfertigung eines Films verkürzt.

ERNTE – es ist soweit. Aus einem kleinen Samenkorn / Setzling ist ein Schatz geworden. Nichts macht mehr Freude, als endlich in den Händen zu halten, worauf man so lange gewartet hat. Ein Schatz gehört, GEFUNDEN ENTDECKT BEHÜTET GESCHÄTZT und GETEILT.

MITEINANDER GENIESSEN – viele Kinderideen machen das Fest um die geernteten Früchte zum Höhepunkt.

 

Unsere Vision

Die Kinder der Hans Henzinger Schule und eine Kindergartengruppe vom Kindergarten Stadt wollen im Zuge einer Projektarbeit gemeinsam einen Naschgarten errichten. Uns ist es wichtig, dass für die Kinder die Natur erlebbar und spürbar ist.

 

Konkrete Ziele im Projekt

1. In diesem Projekt arbeiten gesunde Kinder und Kinder mit besonderen Bedürfnissen zusammen. Die Kinder sollen spüren, dass es in der Pflanzenwelt ähnlich ist, wie bei uns Menschen: Ein Rahmen in dem man sich frei entfalten kann gibt den Kindern Sicherheit. Jede Pflanze will eingebettet und geschützt sein, braucht Wärme und Wasser um zu gedeihen, jedoch werden sie alle unterschiedlich schnell wachsen.

2. Verschiedenartige Formen und verschiedene Farben machen unsere Welt erst richtig bunt. Es braucht Geduld um alles reifen zu lassen.

3. Um zum Erfolg zu kommen wird das Problem des miteinander etwas Schaffen durch die vielen verschiedenen Fähigkeiten und Defizite für die Kinder und uns ersichtlich.

 

Motivation für das Projekt 

Das Glück zu haben einen Hof, wie den Lilienhof, zu finden.

Die Verwirklichung unserer eigenen ,selbst gestalteten Alm, und dann das Ganze noch  eingebettet in wunderschöne Natur – motivierte uns bei diesem Projekt mit zu machen.

Nach vielen gesammelten Erfahrungen im Miteinander dort, ist die Teilnahme an diesem Projekt noch ein „fehlendes Beet“ in unserer Prozessarbeit mit den Kindern. Vor allem für die Kinder mit besonderen Bedürfnissen ist ein immerwährender Besuch am Hof wichtig, um Vertrauen und Eigeninitiative zu entwickeln. Projekte dieser Art sind dafür perfekte Bindeglieder. Darüber hinaus ist es uns ja gelungen noch weitere 27 Kindergartengruppen für den Besuch in den 4 Jahreszeiten am Hof zu gewinnen. Auch für sie wird das Projekt NASCHGARTEN ein Thema werden. Da viele Kinder aus verschiedenen sozialen Familienstrukturen kommen, ist es uns auch ein Anliegen, Elternarbeit in das Projekt einfließen zu lassen.

 

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Wir sind keine Organisation – wir sind eine Klasse der Hans Henzinger Schule bestehend aus 8 Kindern mit besonderen  Bedürfnissen und einer Kindergartengruppe aus dem Kindergarten Stadt in Kufstein. In dieser Gruppe sind 20 Kinder zwischen 3 du 6 Jahren. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt im MITEINANDER die Persönlichkeiten der Kinder Schritt für Schritt bis hin zum Einklang in der Natur zu erarbeiten. Schritt für Schritt umfasst gegenseitige Besuche an verschiedenen Orten um gemeinsame didaktische Ziele zu erarbeiten und eine homogene Gruppe zu bilden. Im gegenseitigen, selbstverständlichen Umgang wird das Erleben und Umsetzen unseres Projektschwerpunktes, im freien Raum ein spannendes, wertschätzendes und konstruktives Schaffen von Neuem.

 

Welche Herausforderungen werden gelöst?

Kinder aus unserem Kindergarten und Kinder mit besonderen Bedürfnissen aus der Hans Henzinger Schule sollen zusammengeführt werden. Die eigene Begeisterung für den Naschgarten muss für die Kinder erlebbar und spürbar sein. Die Kinder lernen über ihre Umwelt, die Zyklen des Lebens und über sich selbst. Egal welche Form, welche Farbe oder wie lange er braucht um zu wachsen, jeder Mensch braucht Boden unter den Füßen, eine Hand voll Erde um ein Pflänzchen wachsen zu lassen und einen Baum an den er sich lehnen kann. Im Sinn der Nachhaltigkeit ist es uns wichtig den Kindern zu vermitteln, dass alles käuflich erwerbbar ist, aber im Gedanken des Umweltschutzes die Eigeninitiative neben der Freude des selber Tuns an erster Stelle steht. Das Erlebnis gemeinsam zu ernten ist vergleichbar wie das Heben eines riesengroßen Schatzes, in diesem Sinne GEFUNDEN ENTDECKT GEHÜTET GESCHÄTZ und GETEILT.

 

Was ist das Besondere am Projekt?

Unser Projekt ist integrativ. Es sind Kinder aus 2 Institutionen im Alter von 3 – 12 Jahren mit unterschiedlichsten Voraussetzungen.

Wir haben die Möglichkeit, für die Kinder besondere Begegnungsorte zu schaffen und durch vorbereitete Arbeitsfelder zum gemeinsamen Tun anzuregen.

Durch gute Dokumentation wollen wir auch andere Kollegen  motivieren, Projektorientiert agieren und Kinder durch Offenes Lernen zu fördern.

 

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Die Tierhaltung am Lilienhof setzt  eine ausreichende Futterproduktion voraus. Weiden und Mähwiesen spielen dafür eine entscheidende Rolle. Natürliches Grünland ist durch eine ungeheure Artenvielfalt geprägt.

Nicht jedes Grünland wird bearbeitet und landwirtschaftlich genutzt. So ist es uns auf der einen Seite ein großes Anliegen den Kindern Futteranbau zu vermitteln ( Wiese > mähen >trocknen > Heu > füttern)  und dabei zu sein und auf der anderen Seite stehen uns Grünflächen zur Umsetzung unserer Projektes zur Verfügung.

Der Lebensraum MISCHWALD ist für uns von großer Bedeutung und auch hier wird Aufklärungsarbeit in Form von kindgerechter Umsetzung erfolgen.

 

Geografie der Projektregion

Das Projekt liegt in der Nähe von Kufstein auf einem Sonnenplateau in der Schwoich.

Der Hofbesitzer ist bereits in der Umsetzung aus dem angeschlossenen Wirtschaftsgebäude ein Therapiezentrum für Kinder zu verwirklichen. Ein Kompetenzzentrum für Jung und Alt soll zukünftig entstehen.

 

Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?

Da wir über den Verein Natopia vierteljährlich fachspezifische Informationen erhalten und mit anderen Fachleuten im Austausch sind, ist uns eine finanzielle Unterstützung zur Umsetzung wichtig.

© Kindergarten Stadt Kufstein

 

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