Kuratorium Pfahlbauten: Wildobst und Wildfrüchte der Stein- und Bronzezeit

© Kuratorium Pfahlbauten / Lieselore Meyer

 

 

Projektbeschreibung

Das Kuratorium Pfahlbauten erweitert 2020 in Klagenfurt/St. Ruprecht auf dem Gelände des Mitmachmuseums wissens.wert.welt den Pfahlbaugarten. Mit unseren Projektpartnern und den Schüler*innen des Bildungscampus#Süd entfernen wir die Bodenversiegelung und pflanzen historische Wildobst- und Wildfruchtsorten, die Menschen vor 6000 Jahren gegessen haben. Das Projekt vermittelt jungen Menschen Wissen über Geschichte und Natur und hilft, alte Pflanzensorten zu bewahren und zu rekultivieren.

 

Unsere Vision

Grüne Oasen im urbanen Raum sind selbstverständliche Orte für Verweilen und Reflektieren, sie bieten Mensch und Tier Schutz und Besinnung, das natürliche und historische Erbe der Menschheit wird als unser aller Lebensgrundlage geschätzt und geschützt.

 

Konkrete Ziele im Projekt

  • Die Schüler*innen des Bildungscampus#Süd haben grundlegendes Wissen über naturnahe Ernährung im natürlichen Kreislauf von Aussaat und Ernte und über das UNESCO-Weltkulturerbe Pfahlbauten. 
  • Die Klagenfurter Bevölkerung erkennt die Bedeutung von naturnahen Rückzugsorten im urbanen Raum.
  • Die Biodiversität im urbanen Raum ist gesteigert, Tiere erhalten einen Rückzugsort.

 

Motivation für das Projekt 

Kindern und Jugendlichen im urbanen Raum muss Natur als Grundlage des Lebens und der Ernährung wieder anSCHAUlich und beGREIFbar nahe gebracht werden. Alte Sorten sind zu schützen und zu rekultivieren. Zugleich muss das Bewusstsein für Geschichte gestärkt werden, damit die Zukunft ihre Gestaltungsoffenheit bewahrt.

 

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Das Kuratorium Pfahlbauten betreut das UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Seine Aufgabe ist, das UNESCO-Welterbe-Pfahlbauten zu erhalten und allen Menschen Anteil an diesem schwer zugänglichen Welterbe zu ermöglichen.

 

Welche Herausforderungen werden gelöst?

Wir durchbrechen graue Betonmonotonie in einer vorstädtischen Industriezone und geben der Öffentlichkeit lebenswerten Raum zurück. Wir erhöhen die Biodiversität und tragen zum Schutz alter Sorten bei. Wir zeigen jungen Menschen, dass wir alle Teil der Natur sind und nur mit ihr, nicht gegen sie leben können. Wir schaffen Bewusstsein für Leben in einem ökologischen und historischen Kreislauf.

 

Was ist das Besondere am Projekt?

Besonders an unserem Projekt ist die Verbindung von Natur und Geschichte – anschaulich und begreifbar. Wir zeigen, wie es früher war und eröffnen Blickwinkel in eine mögliche Zukunft. Wir pflanzen Sorten, die vor 6000 Jahren von Pfahlbauern für ihre Ernährung genutzt wurden. Wir schützen alte Wildobst- und Wildfruchtsorten (Holzapfel, Sanddorn, Kornelkirsche, Sauerdorn etc.). Stolz sind wir auf die breite Projektpartner-Allianz (Landeshauptstadt Klagenfurt, Bildungscampus#Süd, Projekt Gartenkinder, wissens.wert.welt), die eine gute Akzeptanz garantiert.

 

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Wir tragen dazu bei, alte Wildobst- und Wildfruchtsorten (Holzapfel, Sanddorn, Kornelkirsche, Sauerdorn etc.) zu erhalten. Wir zeigen, dass diese Pflanzen vor 6000 Jahren bereits genutzt wurden und noch heute unsere Ernährung bereichern können. Tiere (Hase, Fasan, Singvögel, Insekten etc.) erhalten durch Strauchhecken einen Rückzugsort im urbanen Raum.

 

Geografie der Projektregion

Das Projekt liegt in der Landeshauptstadt Klagenfurt, Stadtteil St. Ruprecht (Technologiepark Klagenfurt, Primoschgasse 3, KG St. Ruprecht, ParzNr. 1029/3). Es erweitert den 2019 angelegten Pfahlbaugarten. Es ist damit in einer vorstädtischen Industriezone gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Das Projekt zeigt, dass Natur und Stadt kein Widerspruch sein müssen und einander durchdringen können. Die Fläche ist mit 0,2 ha zwar relativ klein, jedoch ist die Lage hier die Besonderheit.

 

Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?

Unser Projekt soll als Vorbild wirken. Wir brauchen Öffentlichkeit und Bekanntheit, damit möglichst viele unserem Beispiel folgen und grüne Oasen in urbanen Zonen schaffen.

Kuratorium Pfahlbauten / Henrik Pohl

 

© Kuratorium Pfahlbauten / Landesmuseum Oberösterreich

 

© Kuratorium Pfahlbauten / Landesmuseum Oberösterreich

 

© Kuratorium Pfahlbauten / Lieselore Meyer

 

© Kuratorium Pfahlbauten / Lieselore Meyer

 

Pin It on Pinterest

Share This