Wenn eine jahrtausendalte Technik wie Sensenmähen auf 1.400 Höhenmetern Jung und Alt begeistert, damit die Vielfalt wieder aufblühen kann, kann es sich nur um einen Gewinner des größten heimischen Naturschutzpreises „Die Brennnessel“ handeln.

An einem Wochenende im Juli rief der Alpenverein Leogang freiwillige HelferInnen auf, die steilen Berghänge in Weißbach bei Lofer mit der Sense zu mähen. Was Maschinen nie geschafft hätten, haben die Menschen vom Alpenverein, den Bayrischen Salforsten, vom Naturpark Weißbach und Blühendes Österreich unter hitzigen Bedingungen in Gemeinschaft gemeistert.

Manuela Achitz war für Blühendes Österreich vor Ort.

Das Schöne an dem Vorhaben ist, dass drei naturnahe Organisationen zusammenarbeiten, um die Artenvielfalt auf dem Berg zu erhalten. Artenreiche Bergmähwiesen zählen heute zu den gefährdeten Biotoptypen. Ihre Erhaltung ist vor allem in Salzburg und im Naturpark Weißbach von europäischer Bedeutung.

Die Bayrischen Salforste, denen die wertvolle Alm im Naturpark Weißbach gehört, stellen die 2 Hektar für den Alpenverein zum Mähen zur Verfügung. Der Naturpark Weißbach ist ein traumhaftes Alpen- und Erholungsgebiet, das auf sanften Tourismus setzt. Meine Empfehlung für eine bescheidene, idyllische Unterkunft mit Blick auf Berge fällt eindeutig auf Margit vom Hirschbichlhof.

Die Alpenvereinsjugend ist auch motiviert, die einmahdigen Wiesen im Bereich des Naturparks Weißbach wiederzubeleben. „Hast du nicht die Jugend an deiner Seite, hast du die Zukunft verloren“, so das Motto von Markus Mayrhofer, Sektionschef des Alpenverein Leogang. Im Idealfall finden sich irgendwann wieder BäuerInnen für die Bewirtschaftung, dann hat die Mahd durch den Alpenverein die Flächen erhalten und doppelt Sinn gemacht.

 

Des pack’ma: Einer für alle und alle für die Artenvielfalt…

 

Die gesamte Reportage findet sich hier

 

Pin It on Pinterest

Share This